Assistentenprogramm und Nachwuchsförderpreis setzen neue Impulse

Pressemitteilungen 28. Januar 2010

Die traditionsreiche 58. Jahrestagung der Vereinigung Süddeutscher Orthopäden e.V. (VSO), vom 29. April bis 2. Mai 2010 im Kongresshaus in Baden-Baden, richtet sich in einem ihrer Schwerpunktthemen erstmals an den orthopädisch-unfallchirurgischen Nachwuchs. Mit einem eigenen Assistentenprogramm und einem Nachwuchsförderpreis will man die Freude am Fach Orthopädie und Unfallchirurgie gerade den jungen Kolleginnen und Kollegen vermitteln.

In dem von einem Experten-Team* maßgeschneiderten Vier-Tage-Intensivprogramm gründen engagierte Jung-Assistenten/innen eine Gruppe von ca. vier bis fünf Teilnehmern. Aufgrund der jetzt schon positiven Resonanz, werden voraussichtlich zehn Gruppen mit jeweils einem Mentor, i. d. R. ein erfahrener Oberarzt aus dem Bundesgebiet, gebildet. „Wobei unser Nachwuchs nicht nur vom fachlichen Austausch, sondern auch vom persönlichen Kontakt mit erfahrenen Kollegen bzw. internationalen Referenten profitieren wird“, erklärt der diesjährige Kongresspräsident Prof. Jörg Jerosch. Während der 58. Jahrestagung können sich die Assistenten/innen darüber hinaus auch die ersten nötigen praktischen Qualifikationen aneignen. Tägliche OP-Trainingkurse zu den Themen Knie- und Schulter-Arthroskopie, Hüft-, Knie- und Schulter-Endoprothetik sind in Baden-Baden im Angebot. Desweiteren fördern besondere Vortragsblöcke die gezielte Auseinandersetzung mit der eigenen Laufbahn und vertiefen den Nutzen der Spielregeln innerhalb traditioneller Strukturen. Jeden Abend reflektieren die Teilnehmer ihr neu erworbenes, laufbahnrelevantes Wissen in so genannten „Fireside Sessions“.

„Wir setzen viel daran, dass eine Mentoring-Beziehung zwischen der Jung-Assistentin bzw. dem Jung-Assistenten und dem jeweiligen Betreuer entstehen kann!“, sagt Prof. Jörg Jerosch. Zur individuellen Begleitung und Unterstützung der Karriere von Nachwuchskräften erhalten deshalb die Mentoren vor Kongressbeginn ein professionelles Briefing durch Prof. Marcus Siebolds, Dekan des Fachbereichs Gesundheitswesen der Katholischen Fachhochschule Köln und u. a. bis 2007 auch Leiter des Masterstudienprogramms „Krankenhausmanagement für Fachärzte M.Sc.“.

VSO Nachwuchsförderpreis 2010

Zur Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses lobt die Vereinigung Süddeutscher Orthopäden dieses Jahr erstmals einen VSO Nachwuchsförderpreis aus. Ziel ist es, jungen Assistenten/innen die Möglichkeit zu geben, ihre ersten wissenschaftlichen Beiträge zu präsentieren, z. B. Doktor-, Diplom- oder sonstige wissenschaftliche Arbeiten. Eine unabhängige Jury prämiert die Gewinner mit Preisgeldern von 750,00, 500,00 bzw. 250,00 Euro. Die Preisverleihung erfolgt im Rahmen der Abschlussveranstaltung durch den 1. Vorsitzenden der VSO, Dr. Thomas Möller am 2. Mai 2010.

Konservative Inhalte mit neuen Aspekten

Den traditionell konservativen Inhalten trägt das Kongress-Programm auf der 58. Jahrestagung auch dieses Jahr wieder bewusst Rechnung. Beispielsweise fokussieren interessante Sitzungen und Referate zum wissenschaftlichen Kongress-Schwerpunkt „Arthrose“ die aktuellen Ergebnisse, Effektivität und Nachhaltigkeit von nichtoperativen Maßnahmen. Wie die Gabe der umstrittenen Hyaluronsäure, die die Gleitfähigkeit der Gelenke verbessern und den Knorpel wieder aufbauen soll. Der Einsatz von Glucosamin als Tablette oder Pulver, Bestandteil der so genannten Gelenkschmiere, kann in der Frühverschleißphase der Arthrose dafür sorgen, dass die Gelenkschmiere ein wirkungsvoller Puffer bleibt. Interessante Einblicke gibt es im Frühjahr in die verfeinerten Techniken der Hüftgelenks-Arthroskopie, die im Gegensatz zu den Eingriffen an Knie und Schulter keine Standardoperation darstellt und dem Arzt ermöglicht, minimal-invasiv viele Erkrankungen des Hüftgelenks zu diagnostizieren und zu therapieren.

Die neue Prothesengeneration stellt die selektive minimal-invasive Endoprothese an Knie und Hüfte dar, das heißt hier bleiben intakte Teile erhalten, nur die durch Arthrose zerstörten Bereiche werden ersetzt – eine sinnvolle Alternative zur Total-Endoprothese.

Mehr Infos unter: www.vso-ev.de

*Das Assistentenprogramm wurde gemeinsam mit Kolleginnen und Kollegen des Jungen Forums, der Präsidentin des Deutschen Ärztinnenbundes, Dr. Astrid Bühren sowie Prof. Marcus Siebolds von der Katholischen Fachhochschule Köln und Beate Rahn von der EVOLOG Beratersozietät GbR Köln ausgearbeitet.

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